Der Leitungskongress 2018 war mit 12.000 Teilnehmern nicht nur der größte in der Willow-Geschichte in Deutschland – er stellte zugleich auch eine Zäsur dar: Erstmals wurde ein Willow-Kongress live an sechs Orte übertragen. Der Testlauf verlief positiv. Die Übertragung vom Leitungskongress 2020 wird darum auf rund 20 Orte ausgeweitet. Interessant war der direkte Vergleich mit der Live-­Veranstaltung in Dortmund: Die Teilnehmer an den Übertragungsorten bewerteten die Vorträge ebenso positiv, teilweise sogar noch besser als die Teilnehmer in der Westfalenhalle. Gefragt, ob sie einen späteren Kongress lieber live oder an einem Übertragungsort erleben wollen, entschied sich eine große Mehrheit für die Übertragung. Und auch die Verantwortlichen in den sechs beteiligten Gemeinden sind sich darin einig, die Übertragung beim nächsten Kongress zu wiederholen. Einige Eindrücke aus den Veranstaltungsorten:

»Durch die Übertragung war es für viele überhaupt erst möglich, den Kongress mitzuerleben.«

Bremen

»Danke für den Willow Kongress«, schreibt Klaus Pache, Pastor der Paulusgemeinde in Bremen. »Wir haben ihn in einer tollen Atmosphäre in der Evangelischen St. Matthäus-Gemeinde erlebt – und nichts vermisst. Im Gegenteil! Bei echtem Live-Feeling war es deutlich entspannter, als ich es von den Austragungsorten in Erinnerung hatte. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, die gemeindlichen Kontakte innerhalb Bremens zu pflegen.«

Die Matthäus-Gemeinde nutzte die Live-Übertragung zudem als Motor für Veränderung in der eigenen Gemeinde, wie deren hauptamtlicher Gottesdienst-­Koordinator Philip Müller berichtet: »Bei der Planung haben uns als Mitarbeitende im Wesentlichen zwei Fragen geleitet: Wie machen wir den Leitungskongress für die Gäste zu einer inspirierenden Erfahrung? Und was möchten wir bei dieser Gelegenheit für uns als Gemeinde ausprobieren, testen und einführen?« Diese Fragestellung hat sich gelohnt. (In der nächsten Magazinausgabe berichten wir ausführlich über die Ergebnisse.) Ein Beispiel: Die Leiterin des Catering-Bereichs richtete neben dem Gemeinde-Café eine weitere Lounge mit bequemen Sitzmöglichkeiten ein. Das kam so gut an, dass man gar nicht mehr darüber reden musste, ob, sondern nur noch, wie die Gemeinde diesen neuen Bereich dauerhaft integrieren kann, so Müller.

Neumünster

Hoch im Norden erlebten 350 Teilnehmende per Live­stream den Leitungskongress und hatten das Gefühl, mittendrin im Geschehen zu sein. Nicht nur in Dortmund, auch in Neumünster kehrte Stille ein, als Bill Hybels betete. »Anfangs war ich nicht ganz sicher, ob bei der Liveübertragung der Funke überspringt«, sagt Teilnehmerin Sibylle Klindt. »Aber ganz schnell hatte ich das Gefühl, tatsächlich dabei zu sein – wirklich toll.«
Rund 50 ehrenamtlich Mitarbeitende – mehrheitlich aus der Evangelischen Luther-Kirchengemeinde – haben eine angenehme Kongressatmosphäre geschaffen, einige hatten sich extra frei genommen. Ein Moderatoren-Duo führte durch die Übertragung. Insgesamt herrschte während des gesamten Kongresses ein liebevoller, fast schon vertrauter Umgang untereinander im Saal. So fiel die erste Bilanz von Pastor Hübscher, der die Veranstaltung mit seinem Team nach Neumünster geholt hatte, bereits nach dem ersten von drei Tagen so aus: »Wenn man uns noch einmal anbietet, einen Leitungskongress zu übertragen, dann sind wir wieder dabei.«

Wiedenest

Das Forum Wiedenest kam als sechster Übertragungsort hinzu, nachdem die Westfalenhalle in Dortmund ausgebucht war und für weitere Teilnehmer Platz geschaffen werden musste. Ein großer Teil der Studierenden der Biblisch-Theologischen Akademie Wiedenest arbeitete während der Kongresstage mit. Viele Teilnehmer schätzten den persönlichen Rahmen der Veranstaltung. »Auch wir haben, wie in Dortmund, große Plakate aufgehängt und die Besucher ermutigt, auf die Frage zu antworten, was Gott auf Grund des Kongresses in mir oder durch mich tun möchte«, berichtet Martin Schneider. »Da gab es sehr interessante Rückmeldungen, etwa: ›Ich möchte jeden Tag einen Mitmenschen bereichern‹ oder ›Ich darf Fragen stellen, die unsere Gemeinde auf den Kopf stellen‹.« Die Pausenzeiten wurden in Wiedenest auch als Reflex­ionszeiten genutzt, die bei den teilnehmenden Teams auf positive Resonanz stießen. »Das ist der Vorteil eines Übertragungsorts: Wir können den Kongress auf unsere Verhältnisse anpassen«, so Schneider.

Bretten

Recht rasch war der Übertragungsort – das ICF Karls­ruhe – ausgebucht, und so zögerte die ICF-Gemeinde Bretten – etwa 30 Kilometer von Karlsruhe entfernt – nicht, als weiterer Übertragungsort im Kraichgau zur Verfügung zu stehen. Auch diese Plätze waren zum Kongressbeginn ausgebucht. »Die Übertragung hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt«, sagt ICF-Mitarbeiterin Maria Kraus. »Die Kongress-Impulse konnten wir sofort in die Praxis umsetzen: Die Gäste haben genau die Willkommenskultur erlebt, die wir uns gewünscht haben. Großartig war auch das Zusammenarbeiten vor Ort, es hat uns als Gemeinschaft zusammengeschweißt. Zudem war es durch die Übertragung für viele von uns überhaupt erst möglich, den Kongress mitzuerleben.«

Leipzig

»Wir möchten als Gemeinde gern Zeichen der Ermutigung setzen«, berichtet Mark Schröder, Pastor der Elim-Gemeinde Leipzig. »Da kam die Anfrage von Willow-Geschäftsführer Karl-Heinz Zimmer genau richtig. Wir haben gerade mal vom Mittag bis zum Abend des gleichen Tages gebraucht, um ein Ja zur Kongress-Übertragung zu finden.« Auch in Leipzig arbeiteten alle Mitarbeiter engagiert und mit viel Leidenschaft zusammen und bekamen durchweg positive Rückmeldungen. Durch die überschaubare Größe war das Knüpfen vieler neuer Kontakte möglich. Mark Schröder erwähnt auch die professionelle Vorbereitung und Begleitung durch Willow Creek Deutschland. Er schließt: »Es war uns eine Ehre!«

Karlsruhe

Die Freikirche ICF Karlsruhe ist maßgeblich aufgrund des Leitungskongresses 1999 entstanden. Darum fiel auch hier die Entscheidung leicht, eine Übertragung auszurichten.
Manuel von Kahlden, der ICF-­Organisator, ist dankbar, dass die Kongressimpulse auch in den Reihen der eigenen Gemeindeleitung gut ankamen. »Und der Lobpreis von 500 Leuten in Karlsruhe, gemeinsam mit den Teilnehmern in Dortmund, war ein mächtiger und verbindender Moment«, berichtet von Kahlden.

Leitungskongress 2020 Live-Übertragung

Der nächste Willow Leitungskongress findet vom 27. – 29. Februar 2020 statt. Von der dm-Arena in Karlsruhe aus soll er dann an etwa 20 Orte im ganzen Land live übertragen werden. So sollen nicht nur mehr Menschen erreicht, sondern auch die Zusammenarbeit von Kirchen in einer Region gefördert werden, wie Karl-Heinz Zimmer, Geschäftsführer von Willow Creek Deutschland, berichtet: »Wir wünschen uns, dass sich Kirchen und Verbände an den Übertragungsorten strategisch zusammenschließen und gemeinsam Gastgeber für den Kongress 2020 werden. Das schafft ›Ownership‹ und wirft im lokalen Kontext ein gutes Licht auf diese Gemeinden. Durch die Zusammenarbeit senden sie das Signal, dass sie einen Blick für das große Ganze vor Ort haben.« Gemeinden, in die der Leitungskongress 2020 übertragen werden soll, finden auf der Webseite unten die Voraussetzungen, die für einen Übertragungsort erforderlich sind, sowie ein Kontaktformular: willowcreek.de/lk20

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